Lebensberichte

Warum?

Als ich mit 35 Jahren meinen Marcello kennen und lieben lernte und im darauf folgenden Jahr heiratete, war ich der glücklichste Mensch der Welt. Ich war angekommen im sicheren Hafen einer gottgewollten Beziehung, fühlte mich geliebt und geborgen. Leider schenkte uns Gott keine Kinder, dafür hatten wir aber viel Zeit für unsere Beziehung. Und trotz vieler Schwierigkeiten auch in unserer Ehe war ich sehr, sehr gerne verheiratet und dem Herrn dankbar für meinen Mann.

Und dann kam der 13.2.2000. Ich war zu Besuch bei meiner Schwester in Südafrika und erhielt telefonisch die Nachricht, Marcello sei bei einem Verkehrsunfall unschuldig getötet worden. Ich konnte es nicht glauben, war wie betäubt, geschockt, verzweifelt und hoffte inständig, aus diesem bösen Traum endlich aufzuwachen. Damals schrieb ich in mein Tagebuch: "Heute ist der schlimmste Tag in meinem Leben - Gott hat mir meinen geliebten Marcello genommen!! Einfach so, ohne Warnung, ohne mir die Gelegenheit zu geben, mich von ihm zu verabschieden. Nie mehr wird er meinen Namen rufen, mich nie mehr umarmen, nie mehr kann ich mit ihm reden! "Nie mehr" sind grausame Worte, sie tun bis ins Innerste weh! Mein ganzer Körper schmerzt, weil die Seele weh tut! Wie kann mir Gott so weh tun und gleichzeitig behaupten, dass er mich liebt?"

Ich haderte mit Gott und stürzte in tiefe Verzweiflung, der Boden unter meinen Füßen war weg! In meinen Augen hatte mein Leben keinen Sinn mehr und unendlich tiefe Trauer hüllte mich ein. Immer wieder fragte ich: "Warum, Herr?". Gegen den Verursacher des Unfalls hegte ich keinen Groll, sondern gegen Gott, weil ER es zugelassen hatte!

Und trotz meines Schmerzes und meiner Unfähigkeit, Gottes Handeln zu verstehen, wusste ich tief in meinem Inneren, dass letztendlich ER mich durch diese schwere Zeit hindurch trug. Liebevolle Freunde und meine Familie halfen mir, Schritt für Schritt mein Leben neu zu ordnen. Es gab unzählige Gelegenheiten, wo Gott mich segnete.

Aber der Heilungsprozess in meiner Seele ging sehr langsam voran. Immer wieder übermannten mich Schmerz und Traurigkeit. Ich sprach viel mit gläubigen Freunden und nach und nach wurde mir klar, dass meine Rebellion gegen Gott Sünde war. Ich musste meinen Willen Gottes Willen unterordnen und auch Marcello loslassen. Erst als ich Gott um Vergebung bat und mir klar war, dass Gott mich trotzdem von Herzen liebt, begann meine seelische Heilung.

Auf meine Fragen habe ich bis heute keine Antwort erhalten, aber ich kann sie stehen lassen und nicht daran zweifeln, dass Gott in seiner großen Weisheit mein Leben lenkt. Und bis heute hat Er es wohl gemacht!

Eva Maria Irschara

Ausstieg aus der Esoterik

Ich wuchs in einem christlichen Elternhaus auf. Nach dem frühen Tod meines Vaters begann ich, mich für Esoterik zu interessieren. Die Sehnsucht nach meinem Vater trieb mich dazu, Möglichkeiten zu suchen, mit dem Jenseits in Verbindung zu treten. Bücher bekannter Autoren sollten mir dabei helfen. Manchmal überkam mich die Angst, dadurch auch negativen Mächten Zutritt zu gewähren. Die Esoteriker beschreiben in ihren Büchern, dass böse Geistwesen nur mit schlechten Menschen in Verbindung treten, weil sich diese auf derselben Schwingungsebene befinden. Das gab mir Sicherheit.

Von Zeit zu Zeit überkam mich aber eine innere Sinnlosigkeit und Leere, die ich mir nicht erklären konnte. Zusätzlich häuften sich die Probleme in meinem Umfeld.

"Zufällig" gab mir eine Freundin ein Buch von einer Esoterik-Aussteigerin. Während ich dieses Buch las, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war, als würde ich meine eigene Geschichte lesen. Nach und nach warf ich alles, was ich an Esoterischem und Okkultem zuhause hatte, in den Müll und las die BIBEL ? Gottes Wort.

Ich bereute alles und bat Jesus um Hilfe. Er trat in mein Leben und ich wusste auf einmal: JESUS LEBT WIRKLICH! Dort wo meine innere Leere war, war nun Jesus. Er hatte die Dunkelheit besiegt und ich erkannte die Wahrheit des folgenden Bibelverses auch für mich und mein Leben:

"Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir nachfolgt, irrt nicht mehr in der Dunkelheit umher, sondern folgt dem Licht, das ihn zum Leben führt."

Martina Aicher

Diagnose Krebs

Im Juli 2001 wurden zwei Tumore an der Brust festgestellt, die durch Operation entfernt werden mussten. Nach genauer Untersuchung im Labor wurde: "beginnender, noch nicht fortgeschrittener Krebs" festgestellt. Meine Ärztin empfahl keine weiteren Therapien oder Behandlungen, außer regelmäßige Kontrolle. Nach einer kurzen Erholungsphase zu Hause ohne große Schmerzen begann ich nach zwei Wochen wieder meine Arbeit in einem Büro, war jedoch mit dem Verarbeiten der Diagnose nicht fertig und meine Nerven lagen "blank".

Ein Sprichwort sagt: "Ein Unglück kommt selten allein" - und so war es denn auch: Im Dienst warf mir meine Kollegin alle Arbeit hin und wollte sofort am nächsten Tag ihren lang ersehnten Urlaub antreten, den sie schon wegen mir verschoben hatte. Vor ihrer Rückkehr suchte ich ein Gespräch mit meinem Chef und er sagte mir, dass eine Rücksichtnahme nicht möglich wäre. Leider konnte ich dies alles nicht verkraften - ich war noch zu angeschlagen! So fiel ich in eine starke Depression, außerdem musste meine Operationsnarbe nochmals geöffnet werden, da sich Eiter gebildet hatte. Zudem bekam ich eine massive Gastritis und starke Schmerzen am ganzen Körper. Ich war am Ende meiner Kräfte!

Seit der Operation sehnte ich mich nach einem Gespräch mit einem Seelsorger. Unser Pfarrer hat durch eine liebe Freundin von meiner Krankheit erfahren und mir ein Gebet angeboten. Darüber freute ich mich sehr. Gemeinsam mit einer weiteren Mitarbeiterin und meiner Freundin sprachen wir über meine Krankheit, meine Sorgen und Nöte. Auch alle ungewissen Dinge für die Zukunft wurden angesprochen und dem Herrn hingelegt. Anschließend baten wir im Gebet - jeder mit seinen Worten - um Verzeihung für alle Schuld und um Hilfe zur Genesung. Wir vertrauten auf Gottes Eingreifen und Wirken.

Mich erfüllte eine große Freude und ich formulierte sie in Worte: "Herr, ich danke Dir für alles Durchtragen in meiner Krankheit. Ich danke Dir von Herzen, dass Du mich liebst. Ich danke Dir, dass Du für mich gestorben bist und mich erlöst hast. Herr, ich danke Dir, dass Du mein Herr bist."

Ich konnte zwar vor lauter Tränen kaum sprechen, aber die Worte kamen von Herzen.

Nach dem Dankgebet wurde ich vom Herrn Pfarrer mit einer Krankensalbung versehen, währenddessen mir meine Freundin und die Mitarbeiterin ihre Hände auflegten.

Zu Hause dachte ich nochmals über alles nach und verspürte ein großes, befreiendes Gefühl. Ich habe meinen Herrn gefunden, der mit mir die Diagnose - Krebs - trägt und mir auch in aller Schwachheit beisteht. Meine Beschwerden waren wie weggeblasen, meine negativen Gedanken waren wie ausgewechselt, ich war wieder voller Zuversicht und Hoffnung und Pläne.

Dankbar bin ich für die neu gewonnene Erkenntnis, dass der Herr mich trägt, hält und aufrichtet. Als wir uns nach einigen Tagen wieder trafen und über meinen Gesundheitszustand redeten, konnte ich von einem Wunder sprechen. Jesus heilt auch heute noch!"

Christine Beck

Persönliche Begleitung

Vielleicht kann sich noch mancher Leser an Eveline Gasselsberger erinnern. Sie ist Köchin und hat früher öfter im Büro ausgeholfen, vor allem bei den Rundbriefarbeiten. Sie weiß, dass sie die Gabe der Evangelisation hat und gebraucht viele Situationen im Alltag, um ganz konkret auf Jesus Christus hinzuweisen.

Vor zwei Jahren kam sie mit ihrer Friseuse in ein längeres Gespräch. Diese erzählte ihr von ihren Familienproblemen und dass sie ziemlich ratlos sei. Eveline meinte darauf, sie wisse sehr wohl einen Ausweg und eine wirkliche Hilfe, nur muss man diese Hilfe auch selber in Anspruch nehmen. Sie erzählte Doris, so der Name der Friseuse, von Jesus und wie er bei Problemen helfen kann. Doris machte einen Bibelgesprächskreis mit, bei dem sie am 1. Abend ihr Leben Jesus anvertraute.

Das war für Eveline viel Grund zur Dankbarkeit, aber sie wusste, jemand nur zu Jesus führen, ist zu wenig, es braucht auch persönliche Begleitung. So trafen sich die beiden Frauen 1x in der Woche zum Austausch und Gebet. In dieser Zeit war es für Eveline eine große Freude, an dem geistlichen Wachstum von Doris Anteil zu nehmen. Gottes Wirken in ihrem Leben war einfach nicht zu übersehen. Die Beziehungen in der Familie verbesserten sich zusehends, ihr Mann war so erstaunt über ihre schrittweise Veränderung, dass er sie fragte: "Gibt es einen anderen Mann in deinem Leben?" Ja, den gab es tatsächlich, aber nicht so, wie ihr Mann das annahm.

Durch Ihr Vorbild fand ihre Zwillingsschwester ebenfalls zum Glauben und etwas später auch ihre Mutter. Das Schönste bei allem ist, die überschäumende Freude von Doris mitzuerleben. Es ist ihr ein großes Bedürfnis geworden, jeden Tag eine Stunde früher aufzustehen, um vor ihrer Arbeit Zeit mit Gott zu verbringen, auf ihn zu hören und mit ihm zu reden.

Ganz natürlich und voller Freude erzählt Doris nun ihren "Kunden", von dem, der ihr Leben verändert hat und gibt nebenbei unsere Verteilschriften weiter. Als Friseuse hat sie ein großes Missionsfeld. Wir wünschen den beiden weiterhin diese ansteckende Fröhlichkeit beim Evangelisieren.

Lobpreis

"Meine Anfänge mit EijH liegen etwa im Jahr 1988. Davor kam ich in Kontakt mit den Zeugen Jehovas. Vieles an ihnen hat mich angesprochen, einiges sehr befremdet. So habe ich eine Zeitlang intensiv zu Jehova gebetet. Irgendwann lag dann, als Gebetserhörung, ein Postwurf von EijH in meinem Briefkasten. Dafür bin ich euch und unserem Herrn sehr, sehr dankbar.

Durch eine persönliche Notsituation hat es der Herr geschenkt, dass ich mich intensiver auf Gott eingelassen habe und dadurch Gebetserhörungen erleben durfte. Vor allem der Lobpreis bedeutet mir sehr viel. Dieses Singen hat mich aus depressiven Zuständen geradezu herauskatapultiert. So singe ich in verschiedenen Chören mit. An einem Sonntag um 19.00 wollte ich bei einem Lobpreiskonzert mitsingen. Da aber die Entfernung zu dem Veranstaltungsort relativ groß war und ich am nächsten Tag um 7.30 Uhr wieder arbeiten musste, wusste ich nicht, ob ich mir diesen zeitlichen Stress antun sollte. Ich habe mannigfache Erfahrungen gemacht, wie mies es mir geht, wenn ich zu wenig geschlafen habe. Trotz großem Schlafdefizit bin ich am Montag nach dem Konzert aufgestanden, wie wenn ich ganz normal meine 7,5 Stunden Schlaf gehabt hätte. Und nicht einmal am Nachmittag war ich müde. Wenn ich es nicht erlebt hätte, ich würde es auf Grund meiner sonstigen Schlaferfahrungen nicht für möglich halten. Der Herr hat Riesenfreude am Lobpreis. Das wollte er mir damit sagen. Und allen, die diesen Artikel lesen."

Marie-Luise Radakovits

Von Bitterkeit zum Segen

Frau Judith Mérei (72) hatte eine schwere Jugend, ihre Eltern ließen sich scheiden, als sie 7 Jahre alt war. Die Kinder wurden zwischen den Eltern hin- und her gerissen und erlebten weder Wärme noch Geborgenheit oder das Gefühl einer Heimat. Deshalb war Frau Mérei's größter Wunsch, selber einmal eine eigene, stabile Familie zu gründen. Sie hat 2x geheiratet, aber beide Ehen sind gescheitert. Einer ihrer zwei Söhne war schwer krank.

In einem christlichen Seminar hörte sie das 1. Mal in ihrem Leben, dass Gott ein Gott ist, der sich um die persönlichen Probleme des Menschen kümmert. Wie ein Ertrinkender, der nach dem schwimmenden Strohhalm greift, hat sie auf den Ruf Jesu ein Ja gesagt. Sie berichtet:

"Es war für mich ein neues, bisher unbekanntes Wunder, erleben zu können, dass Gottes Liebe so wahrhaftig und so persönlich ist. ER war kein Strohhalm, wie ich dachte, sondern ein Fels, der mich hält.

Auch in meinem kleinen, kranken Sohn wirkte der Herr wunderbar. Er hat ihn auf die himmlische Heimat vorbereitet. Seine Liebe zum Herrn Jesus erwies sich in vielen Dingen und die Gegenwart des Herrn war in seinem Leben eine Realität. Einige Monate vor seinem Tod - er war 6 Jahre alt - bat er mich, ihm das Tippen des Namens des Herrn Jesu auf der Schreibmaschine beizubringen. Er übte viel und zum Schluss wurde eine ganze Seite mit dem Namen des Herrn Jesus voll geschrieben. Er kam zu mir und sagte: 'Mutti, das leg jetzt bitte weg und wenn ich mal sterbe, werde ich dies mit mir nehmen, um dem Herrn Jesus zu zeigen, wie lieb ich ihn habe.'"

Nach dem schmerzvollen Verlust ihres Sohnes erlebte sie noch viele Stürme (eine unheilbare Krankheit, vier Unfälle, sieben Einbrüche, verschiedene familiäre Probleme und völlig unerwartet starb auch der 2. Sohn). Wäre nicht Jesus Christus die Basis und der Fels in ihrem Leben - sie wäre wohl ein einsamer und verbitterter Mensch geworden. So bezeugt sie:

"Meine Vergangenheit ist vergeben, meine Gegenwart ist in seinen Händen und meine Zukunft ist bei Ihm gesichert."

Judith Mérei

Die Kreuzung

Herr György Balavány war immer schon ein Suchender, obwohl er nicht wusste, was er genau suchte. Schon im Teenageralter verfiel er dem Trinken, später auch den Drogen. Er spielte in Rockbands und war schriftstellerisch tätig. Seine Frau hielt trotz aller Exzesse zu ihm.

In einem Gottesdienst hörte er, dass Gott ein heiliger Gott und er als Mensch sündig ist. Dadurch ging es ihm aber nicht besser und der Zwang zum Trinken wurde noch stärker. Nicht fern von seinem Haus gab es eine Kreuzung, der linke Weg führte zur Kneipe, der rechte Weg nach Hause. Er betete immer, nicht in die Kneipe gehen zu müssen, aber er landete doch immer wieder dort. Schuldbewusst torkelte er nach Stunden heim. Er fiel in eine tiefe Verzweiflung.

In einer Bibelstunde wurde ihm schlecht. Ein anwesender Arzt ging mit ihm in ein Extrazimmer, behandelte ihn aber nicht, sondern stellte ihm Fragen und dann beteten sie zusammen. Er berichtet:

"Ich betete auch und sagte Jesus, dass ich nicht würdig wäre zu ihm zu gehören und bat ihn, mich von meinen Ängsten und Beklemmungen zu befreien, damit ich endlich zu ihm gehörte.

So wurde ich Gottes Kind. Wonach ich mich sehnte, wurde Wahrheit. Die Entzugserscheinungen waren viel milder als erwartet und hörten nach zwei Wochen auf. Die Ängste und Halluzinationen vergingen. Auch meine Frau hat sich bekehrt und ich könnte an unsere Haustür schreiben, was Josua bekannte: 'Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.'

Ich arbeite als Journalist bei einer Tageszeitung. Ich liebe meinen Beruf sehr. Es kommt manchmal vor, dass ich über Themen schreiben darf, die mit dem Christentum verbunden sind. So kann ich Leute vorstellen, denen das Reich Gottes wichtig ist. Und wenn ich auch über weltliche Themen schreibe, tue ich es als ein Christ und hoffe, dass in meinen Artikeln eine andere Wertordnung, eine andere Stimme, eine andere "Welt" erscheinen kann. Ich halte nicht geheim, dass ich gläubig bin. Ich weiß, dass ich nicht mehr oder besser bin, als jene, die noch nicht zu Jesus gehören; ich bin nur viel glücklicher. Ich will meine Mitarbeiter nicht bekehren, aber ich bete für ihre Bekehrung und bin froh, wenn ich eine Gelegenheit habe, mit ihnen über geistliche Fragen sprechen zu können. Das Wichtigste ist, dass es Gott selber ist, der tätig ist, still, ausdauernd, unsichtbar. Er sucht die Verlorenen auf, wie ER auch mich aufgesucht hat."

György Balavány

Schicksalsschläge

"Warum kann Gott das zulassen? Wo war Gott, als dieses Unglück passierte?" So fragen wir nach tragischen Unfällen und Krankheiten, die zum Tod führten.

Antworten darauf sind schwierig, jede Situation ist anders. Oft gibt es keine Antwort, oder wir sehen sie nicht. Wer über das Sterben nachdenkt, nähert sich Gott. Oder noch besser: Gott kommt uns ganz nah, wenn wir uns an die Grundfragen des Lebens wagen: Woher komme ich? Wo gehe ich hin? Warum bin ich hier?

Menschen erleben Leid und Tod sehr unterschiedlich. Viele erfahren gerade in diesen Tiefen, wie Gott sie durchträgt.

Waltraud Blaschegg hat dieses Durchtragen erlebt. Ihren Brief an Verwandte und Freunde nach dem Tod ihres Mannes vor einem Jahr dürfen wir hier abdrucken. Prof. Mag. Bernhard Blaschegg war mit EijH sehr verbunden. Es war ihm wichtig, jede Gelegenheit zu nutzen, die frohe Botschaft weiterzusagen und Gottes Wirken in seinem eigenen Leben aufzuzeigen.

"Liebe Verwandte und Freunde!
Einige Wochen seit Bernhards Tod liegen hinter uns. Traurige Momente wechseln mit Dankbarkeit für die vielen schönen Stunden, die wir miteinander und als Familie erleben durften.

Seit 5. Juni 2003 wussten wir von Bernhards schwerer Krankheit: Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Metastasen in der Leber. Die Ärzte machten uns keine Hoffnung auf Heilung, es war aus medizinischer Sicht nur eine Verlängerung durch Chemotherapie möglich.

Mit dieser Nachricht lebten wir die ersten Tage wie gelähmt. Zeitweise kam ich mir vor wie in einem schlechten Film. Viele Geschwister aus allen uns befreundeten Gemeinden beteten für Bernhards schwere Erkrankung und wir durften erfahren, wie dieses "Getragensein" in unserem Alltag erlebbar wurde. Viele Telefonate, Besuche, liebe Grüße und Post erreichten uns in dieser Zeit und stärkten uns immer wieder.

Schwierig war diese Zeit auch für unsere 6 Kinder. Einerseits ging das Leben weiter, andererseits erlebten wir das Auf und Ab der Krankheit und Krankenhausaufenthalte. Nach den ersten Diagnosen im Juli, konnte ab Ende August keine Möglichkeit mehr gefunden werden, den Krebs zu stoppen.

Trotzdem erlebte Bernhard immer wieder den Zuspruch und die vielen Verheißungen aus dem Wort Gottes. Die Bibelstelle Jesaja 41,13 begleitete seinen Alltag und wurde zur Kraftquelle:

"Ich bin der Herr, Dein Gott, der Deine rechte Hand fasst und zu Dir spricht: "Fürchte Dich nicht, ich helfe Dir."

Es war der Losungstext am Tag seiner 1. Chemotherapie an der Onkologie in Salzburg. Bernhard wurde dort von einem gläubigen Arzt betreut.

Zeitweise war es Bernhard wieder möglich baden zu gehen. Da es untertags so heiß war, fuhren wir am Abend zum Wolfgangsee. Im Wasser hatte er keinen Druck auf seine Organe und so genoss er diese Stunden. Auch auf unserer Alm ruhte er sich im Schatten im Liegestuhl aus, erlebte die Stille und erholte sich.

In dieser Zeit versuchten wir, alles aus Gottes Hand zu nehmen. Viele Dinge, Situationen, Handlungen und Entscheidungen bekommen aus der Sicht der Ewigkeit eine andere Bedeutung. Und auf diese Ewigkeit ging Bernhard ganz bewusst zu. Gleichzeitig rechnete er mit Gottes Eingreifen.

In den letzten Wochen bekam Bernhard überraschenden Besuch mehrerer ehemaliger Kollegen seiner Schule. So konnte er auch hier noch Zeugnis geben von dem, was er mit Gott in diesen Wochen erlebt hatte und was ihn erfüllte. Manches konnte ausgesprochen und bereinigt werden.

Am 14. September begleitete er die Gemeinde im Gottesdienst mit seiner Gitarre das letzte Mal, danach konnte er die Wohnung nicht mehr verlassen.

Bernhard war durch seine schwere Gelbsucht sehr geschwächt, trotzdem freute er sich über jeden Besuch, gemeinsam gesungene Lieder und Gebete.

Das letzte Wochenende konnte Bernhard so erleben, wie er sich sein Abschiednehmen immer vorgestellt hatte.

Die ganze Familie war um sein Bett versammelt, jeder wurde gesegnet, konnte sich von Bernhard verabschieden und getröstet am Sonntag wieder heimfahren. Die Kinder massierten seine Füße (der Juckreiz war durch die schwere Gelbsucht zeitweise unerträglich) und er erlebte diese Zuwendung als Wohltat.

Am 24.09.2003 konnte Bernhard nach einigen schmerzhaften Stunden einschlafen und heimgehen.

Ich saß in den Nacht- und Morgenstunden an Bernhards Bett, sang Lieder, las Trostworte aus der Bibel, weinte und dankte, dass er jetzt am Ziel war. Es ist das Ziel, wofür wir als Menschen, als Christen eigentlich leben und es dennoch so oft aus den Augen verlieren.

Am 28.09.2003 um 19:00 fand in der Kapelle am Friedhof eine Andacht statt. Da wir viele Freunde erwarteten, wurde mit Lautsprecher ins Freie übertragen. Liedtexte von Bernhard, die seinen geistlichen Lebenslauf zeigten, wurden gelesen. Dazwischen sangen wir Lieder, die Bernhard ausgesucht hatte.

Im Anschluss sprach Herr Direktor Mag. Mautz sehr gute Worte, die zum Ausdruck brachten, was er als einer der letzten Besucher an Bernhards Krankenbett erfahren durfte:

Bernhard strahlte eine Hoffnung, ein Getragensein und ein Erwarten des Zukünftigen aus, wie er es noch nie erlebt hatte.

Einer der letzten Wünsche Bernhards war, sein Tod und sein Begräbnis sollte eine Möglichkeit sein, vielen und besonders der Ischler Bevölkerung die Botschaft von unserem lieben Vater im Himmel weiterzusagen. Er war bei der Ischler Bevölkerung gut bekannt, da er als Biologielehrer immer wieder versuchte, auf Gottes Schöpfung und Jesu Kommen hinzuweisen, aber auch weil er jahrelang im Altersheim und Pflegeheim mit seiner Gitarre unterwegs war, um den älteren Menschen mit Liedern und Gesprächen Gott näher zu bringen.

So war am 30.09.2003 eine große Trauergemeinde am Friedhof versammelt. Bernhard hat den Predigttext und die Lieder vorgegeben, auch die Chorlieder des Salzburger Chores und des Männergesangsvereins.

Der Chorleiter des Männergesangsvereins drückte in sehr persönlichen Worten aus, wovon Bernhards Herz voll war.

Zum Zeugnis für Ischl hatte Bernhard den Wunsch, dass auch die evang. Kirche (Pfarrer Lieberknecht), Pfingstgemeinde (Pastor Winter), christl. Gemeinde (Zachhuber Andreas) und Gemeinde Unterwegs (Hanns-Jörg Theuer) ein Grußwort beitragen sollten.

Pastor Peter Torskyj predigte über Philipper1/21:

Jesus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn!

Viele Bekannte sprachen mich in den folgenden Wochen auf der Straße an und erzählten mir, so ein hoffnungsvolles Begräbnis noch nie erlebt zu haben. Es waren gute Gelegenheiten, ins Gespräch zu kommen.

Dankbar bin ich auch für meine liebe Schwiegermutter, die den Tod ihres Sohnes besser bewältigen konnte, als wir dachten.

Leider hat dieser Brief so lange gedauert, weil viel Arbeit zu erledigen war. Viel Post, die Herbstzeit im Garten, der Alltag mit 2 Schülern, Gemeindeumbau und viele Erledigungen auf Ämtern, Notar, Versicherungen usw., füllten meine Zeit so aus, dass für mich wenig übrig blieb.

Rückblickend kann ich immer wieder feststellen, dass viele schwere Situationen in unserem Leben wie Puzzelteile in ein Ganzes passen.

Bernhards Erkrankung an Depression 1996-1997, sein Unfall 1999, mit dem er 2 1/2 Jahre schwer (auf Krücken) zu kämpfen hatte und Juni 2003 Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs bedingten, dass ich viele Arbeiten schon früher übernahm. So empfinde ich jetzt vieles nicht als "Mehrbelastung", sondern bin dankbar, nicht alles neu übernehmen zu müssen.

Viele Situationen gibt es immer wieder, wo uns Bernhards Fehlen schmerzlich bewusst wird, bei Tisch (ich rechne oft eine Portion dazu), beim Beten und Singen (er war dafür zuständig) und Erzählen (zusammenfassende Berichte aus christl. Zeitungen und Büchern).

Dankbar bin ich auch für unsere Gemeinde. Wir bauten im Sommer die Räumlichkeiten um, vergrößerten den Durchgang, legten eine Fußbodenheizung und Fliesen. Viele Arbeiten wurden unter Mithilfe der Gemeindejugendlichen bewältigt. Leider konnte Bernhard nur mehr den Rohbau miterleben.

In den letzten Monaten erfuhren sowohl Bernhard, als auch wir als Familie, was es heißt, der Gemeinde Jesu anzugehören. Ich möchte allen danken, die im Gebet hinter uns standen, es tut gut zu wissen, in solchen Nöten nicht alleine zu sein.

Bald stehen wir wieder vor der Adventszeit. Wir wissen nicht wann, aber wir wissen, dass Er kommt. Darauf dürfen wir uns freuen. Und diese Botschaft dürfen wir immer wieder weitersagen."

Waltraud Blaschegg

Zu schön, um wahr zu sein

Zu schön um wahr zu sein? NEIN, vergessen Sie diese Lebenslüge, es ist schön und wahr: Der Tausch Jesu am Kreuz: Seine Heiligkeit gegen meine, deine, unsere Schuld. Ich kann die schöne Mitteilung machen, dass mein Mann auch diese Wahrheit erkennen durfte. Das Wissen war nicht sein Problem, aber das Annehmen! Bis jetzt hatte er alles selbst geplant: Ausbildung, Hochzeit, Kinder, Arbeitsstelle. Doch plötzlich entglitt ihm sein Leben, weil er (wie er nun erkannte) aus Hochmut seinen guten Arbeitsplatz aufgab und sein eigenes chemisches Labor eröffnete. Doch es war die totale Pleite, alles Geld war weg; dazu kam dann die Arbeitslosigkeit. Da sind aber 4 Kinder noch in Schulen, das kostet. Aber Gott trug uns wunderbar durch diese schwere Zeit, auch durch die treue und geduldige Hilfe der Hauskreise in Vöcklabruck, die immer im Gebet hinter uns standen. Das Wunder durfte geschehen! Nach 2 sehr schweren Jahren bekam mein Mann wieder einen guten Posten in Wien, wo er nach ein paar Wochen auf der Kärntnerstraße zu einer Evangelisation eingeladen wurde. Und er ging hin!! Dort brach dann der Rest des Kartenhauses, der noch durch Alkohol aufrecht erhalten wurde, endgültig zusammen. Otto übergab Jesus sein Leben mit all seiner Schuld! Als er am Wochenende nach Hause kam, suchte ich nach einem Schalter bei ihm, der umgelegt wurde, so 100% anders redete er nun von Gott und Jesu Tausch am Kreuz. Der Geist Gottes erhellte Otto?s Geist und er forscht nun mit vollem Eifer in Gottes Wort, aber nicht um es zu widerlegen oder lächerlich zu machen, sondern um daran satt zu werden!! DANK SEI GOTT für seine Treue, Geduld und Gnade und allen, die trotz unserer hoffnungslos erscheinenden Situation uns nicht aufgaben und nun miterleben dürfen, wie ihre Gaben und Gebete Früchte tragen.

Eine Woche nach Ottos Lebensübergabe konnten wir endlich unser Haus verkaufen, was wir schon seit 4 Jahren vergeblich versuchten. Wunderbar wie der HERR erst die Seele meines Mannes rettete und sich nun an die Regelung unserer Finanzen macht!

DANKE HERR!

Mathilde Zajic

Krankheit - Schicksalsschlag - Chance - oder was?

Möchte mich kurz vorstellen: Ich heiße Josef Gruber, kurz gesagt Pepi. Bin 37 Jahre alt, ledig, Pensionist, sehr kontaktfreudig, wohne in Hohenzell bei Ried i. I. im wunderschönen Innviertel und bin seit 6 Jahren ein Kind Gottes.

Kurz ein paar Dinge von meiner Kindheit: Bin auf dem elterlichen Bauernhof mit 3 Geschwistern (2 Schwestern und 1 Bruder) aufgewachsen, den ich später übernahm und ihn auch eine Zeit lang bewirtschaftete. Hatte eine sehr schöne Jugendzeit, da ich in einer intakten Familie aufwachsen durfte. Habe mich am örtlichen Vereinsleben beteiligt, war auch in der katholischen Kirche in der Jugendarbeit sehr aktiv. Aber den wahren Glauben an JESUS CHRISTUS habe ich leider nicht gefunden.

1993 erfuhr ich die schreckliche Diagnose, dass ich die unheilbare Krankheit Multiple Sklerose habe. Ich war auf der einen Seite am Boden zerstört, auf der anderen Seite, wollte ich "über der Krankheit stehen"! Aber das war nicht so, ich hatte sie nicht in der Hand. (Jetzt weiß ich, Gott hat alles in seiner einzigartigen, wunderbaren und liebevollen Art in der Hand). Ich versuchte um alles in der Welt gesund zu werden, suchte Heilpraktiker, Wunderdoktor, Rutengeher, Pendler und alles mögliche auf. Aber der Erfolg war null, nur das Geld war pfutsch!!!

Gott ist gnädig und barmherzig und so schickte er mir eine gläubige Krankenschwester, die mir das Buch "Jesus unser Schicksal" schenkte, von da an "verfolgte" mich JESUS. Ich las dieses Buch, kaufte mir eine Bibel, las das NT aber den wahren Sinn des Evangeliums verstand ich noch nicht. Aber Gott ließ nicht los, und führte mich in einen Bibelkreis bei meiner Physiotherapeutin, wo ich dann konkret auf die Bekehrung angesprochen wurde. Ich war ja immer überzeugt, dass ich in den Himmel komme, weil ich "sooo" gut bin!

Aber Gott sagt in Röm 3,10-12 genau das Gegenteil!!! (Da ist kein Gerechter, auch nicht einer,...) Dann stellte ich mir die Frage, wie komme ich denn wirklich in den Himmel??? Die Geschwister vom Bibelkreis, hatten natürlich eine Antwort, und die steht in Joh 3,16: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe." Und in Joh.14,6: "Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich".

Gesagt, getan, ich habe einen Versuch gewagt, und siehe da, es stimmt wirklich. HALLELUJA!

Jesus zeigte mir kurze Zeit nach meiner Bekehrung ganz klar auf, dass ich ewige Gemeinschaft mit Gott haben darf und nicht mehr verloren gehen kann. ( Joh 10,28-30; 17,24 )

Das gab und gibt mir wieder neue Kraft, Mut und Freude für mein Leben. Mir wurde klar, meine Krankheit ist keine Strafe Gottes, sondern eine Chance. Die größte Chance meines Lebens und ich habe sie bereits genützt. Ich bin für immer und ewig ein Kind Gottes - Preist den HERRN !!

Das wunderbare an meinem "Schicksal" ist, dass mein Leben jetzt erst richtig erfüllt ist, Dank Gottes Gnade!

Ich habe durch meine Krankheit viel mehr Zeit für Jesus und die genieße ich auch reichlich! Da ich noch Auto fahren kann, bin ich viel unterwegs, Menschen zu besuchen (Geschwister, MS-Patienten, Verwandte und Bekannte). In Ried i. I. gibt es eine Gemeinde mit ca. 100 Erwachsenen, wo ich auch als Glied Aufgaben am Leib Christi habe, außerdem arbeite ich noch in unserem Verein "Christ und Behinderung" mit, mir wird also nicht fad, und ich danke Gott, dass er mir immer wieder die Kraft gibt, die ich gerade brauche.

Josef Gruber

 

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